Meine Haltung drückt sich aus in Offenheit, Klarheit, Sensibilität, Ehrlichkeit, Verbindung und Ruhe. Beginne ich einen Prozess zu begleiten, trete ich in eine Art „Freundschaft für den Moment“ ein, die sich am Ende der Begleitung wieder löst und Beide vollständig in sich selbst zurück entlässt.
Der berühmten Autor und Therapeut Irvin Yalom drückt dies sehr ähnlich aus:

Die therapeutische Begleitung kommt einer Freundschaft zwischen Therapeut und Klient sehr nahe. Auf dem Hintergrund der gemeinsamen menschlichen Probleme bemüht er sich um eine Beziehung, die auf Engagement, Offenheit und Gleichberechtigung basiert.

In der Begleitung suche ich zu Beginn über das Gespräch in die Beziehung hineinzugehen, parallel nutze ich mich als „Untersuchungsinstrument“. Wie es meinem Gegenüber geht, merke ich auch dadurch, was es in der sogenannten Gegenübertragung in mir auslöst. Das bedeutet, ich beobachte und analysiere, welche Gefühle in mir entstehen, während mein Gegenüber von seinen Erlebnissen und Beziehungen spricht. Im Gespräch mache ich mich zum Resonanzkörper. Über die Empfindungen, die der Klient in mir auslöst, erfahre ich viel darüber, wie es ihm geht. Dabei beobachte ich auch den Körper und seine Ausdrucksweise. All das hilft mir auf das Unbewusste, zwischen den Zeilen zu lauschen.
In dieser Zeit des Zuhörens, spielen Bewertungen von Richtig- Falsch oder Gut-Schlecht, oder Konzepte von Schuld, `Täter-Opfer´ keine Rolle und ich begleite den Prozess immer bis zu dem Punkt, dass sich das Verzerrte, Versteckte, Verletzte, Verkrampfte beruhigt oder im besten Fall (auf)löst.
Dabei bleibt die Hauptverantwortung für die Prozessbegleitung, und dass sie zur hilfreichen Aufarbeitung und Problemlösungen führt, immer in meinen Händen.
Die Verantwortung für die Gefühle und die eigene Innenwelt, immer in den Händen des Klienten.

..…und immer wieder kehre ich zu elementaren Lebensweisheiten zurück, wie: Mut, Dankbarkeit, Mitgefühl, Liebe und Humor.