Der Blick aus der körperorientierten Traumabewältigung….

Trauma stammt vom griechischen „τραύμα“ und bedeutet „Wunde, „Verletzung“.
Hierbei kann es sich um ein medizinisches Trauma, Verletzung oder Schädigung lebenden Gewebes handeln oder um ein psychisches Trauma.
Unter einem psychischen Trauma versteht man eine seelische Verletzung oder eine starke psychische Erschütterung, die durch ein extrem belastendes Ereignis hervorgerufen wird und dies Ereignis unsere Schutzhülle verletzt und uns mit einem Gefühl der Überwältigung und Hilflosigkeit zurücklässt.
Dabei haben diese traumatisierenden Erlebnisse vielerlei Gestalt. Verkehrsunfälle, Stürze, Operationen, schwere Krankheiten, Verletzungen, der Verlust eines nahen Menschen, Vernachlässigung in der Kindheit oder pränatale Bedrohung im Mutterleib gehören genauso dazu wie Krieg, Naturkatastrophen oder sexualisierte Gewalt. Dies kann der Fall sein, wenn jemand selbst von dem Ereignis betroffen ist oder wenn er – etwa als Augenzeuge – miterlebt, wie andere Opfer dieses Ereignisses werden.
Auch scheinbar gewöhnliche Ereignisse wie medizinische Behandlungen, ein Hundebiss oder das Miterleben von Gewalt im Fernsehen können traumatisieren.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass uns bei Gefahr drei angeborene Überlebensstrategien zur Verfügung stehen: Flucht, Kampf oder Erstarrung.
Können wir fliehen oder uns erfolgreich verteidigen, stellt sich im Organismus danach meist das natürliche Gleichgewicht wieder ein. Wenn Kampf oder Flucht keine sinnvolle Alternative darstellt, erstarren wir vor Schreck.
Für diese Erstarrung mobilisieren wir genauso Energie, wie für Flucht oder Kampf und können wir diese mobilisierte Energie später nicht irgendwie entladen, z.B. von uns abschütteln, bleibt sie im Nervensystem gefangen.
Wir bleiben damit weiterhin im Alarmzustand und entwickeln z.B. Angst vor der entsprechenden Situation.
Diese im Nervensystem gebundene Überlebensenergie nennen wir Trauma.